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Airbnb & Wien – Masterarbeit in Zusammenarbeit mit WAVV

27.06.2016 06:58
von Stephanie Rank
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Elisabeth Sailer, MA hat im Rahmen ihrer Masterthesis an der der IMC Fachhochschule Krems das Thema "The Impact of the Sharing Economy on a City: The case of Airbnb in Vienna" bearbeitet. Die WAVV war dazu der Auftraggeber. Hier nun eine kurze Zusammenfassung von Elisabeth Sailer, MA über die Ergebnisse.

Airbnb in Wien

Masterthesis Elisabeth Sailer, MA

Airbnb bietet als Online-Vermittlungsplattform für kurzzeitige Wohnraumvermietung eine perfekte Möglichkeit, privat nicht benötigten Raum an Touristen zu vermieten und sich so ein bisschen Geld dazuzuverdienen. Mit dem starken Wachstum von Airbnb in den letzten Jahren in Wien wurden immer mehr Stimmen laut, die vermuteten, dass Airbnb der Stadt mehr schade als nütze.

Dem stehen Studien von Airbnb selbst entgegen, die besagen, dass Airbnb-Gäste längere Aufenthaltsdauern und höhere Ausgaben als andere Touristen haben und Airbnb-Angebote somit wichtig für die Destinationen sind. Unabhängige Studien des Einflusses von Airbnb in Wien waren noch nicht vorhanden.

Daher habe ich im Rahmen meines Masterstudiums an der IMC FH Krems meine Masterarbeit im Auftrag der WAVV geschrieben. Das Thema war Airbnb in Wien, oder genauer gesagt der Einfluss, den die Vermietung von Privatunterkünften über Airbnb auf die Stadt hat und die Motivationen, warum sich Reisende für Airbnb entscheiden.

Um das Thema zu bearbeiten, wurden – neben LiteraturrechercheInterviews mit wichtigen Stakeholdern in Wien geführt (Stadt Wien, WienTourismus, ÖHV, WAVV sowie Airbnb Hosts) und eine Online-Befragung an Gästen in Wien durchgeführt. Die Befragung lieferte 163 auswertbare Fragebögen (94 Hotelgäste, 26 Hostelgäste, 7 Privatunterkunft, 36 Airbnb).

Die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit sind hier zusammengefasst:

Apartment-Gäste bleiben länger, aber sparen bei der Unterkunft

Die Analyse der Daten zeigte, dass Airbnb-Apartment-Gäste länger in Wien bleiben als Hotelgäste. Obwohl die Ausgaben pro Nacht niedriger sind als bei Hotelgästen (durchschnittlich € 74/Nacht in Airbnb-Unterkunft; € 113/Nacht im Hotel), sind die Gesamtausgaben für den Wien-Besuch durch die längere Aufenthaltsdauer nicht niedriger.

Leicht höhere Ausgaben in lokaler Wirtschaft

Airbnb-Apartment-Gäste bestätigten, dass sie bereit sind, mehr Geld während des Aufenthaltes auszugeben, wenn sie bei der Unterkunft sparen. Bei Betrachtung der tatsächlichen Ausgaben zeigte sich jedoch, dass diese nur leicht über den Ausgaben der Urlauber in anderen Unterkunftsformen liegen. Vor allem für Lebensmittel geben Airbnb-Gäste während ihres Aufenthaltes mehr Geld aus.

Preis wichtigster Motivator

72% der Airbnb-Gäste gaben an, dass sie Airbnb nützen, weil es günstiger ist. Für 50% der Befragten war auch das Vorhandensein einer Küche und das größere Platzangebot ein Motivator. „Living like a local“ und das Treffen neuer Leute rangieren mit jeweils 25% auf Platz drei und vier der Top-Motivationen, um eine Airbnb-Unterkunft zu buchen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Airbnb einen geringen positiven Einfluss auf die lokale Wirtschaft hat, dieser aber unter dem von Airbnb selbst behaupteten Einfluss liegt. Für die Zukunft wäre eine groß angelegte, verallgemeinerbare Studie wünschenswert, um genauere Aussagen treffen zu können.

Komplette Arbeit zum Download


Rückfragen zu der Masterthesis richten Sie bitte direkt an die WAVV, wir leiten Ihre Fragen dann an Elisabeth Sailer, MA weiter.

Kontakt WAVV

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